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Hamborner Chronik


103 Einträge zu Hamborner Chronik im Archiv


 

Die Entstehung Hamborns

-400

In den alten Bauerschaften Havenburne (Hamborn) und Urlouchem (Alsum) haben wir zweifellos die ältesten Teile der heutigen Stadt Hamborn zu suchen. Sie verdanken den Kelten Entstehung und Name, ebenso wie der Flußname Imscharam (Emscher) und viele andere Ortsnamen zwischen Ruhr und Lippe der keltischen Sprache angehören. Nach Hamborn und Alsum haben sich Wetfelde (Wittfeld), Beeck, Suitehorst (Schmidthorst) und Buschhausen, dann Fahrn und Aldenrade mit Elphof und zuletzt Brockhuisen (Bruckhausen) mit Loe (Marxloh) gebildet.

 

Aus der Römerzeit

000

Die kriegsgewaltigen Römer, die um jene Zeit bereits ihre Herrschaft über Gallien (das heutige Frankreich) bis an den Rhein ausgedehnt hatten, fanden an den Usipetern und Trenkterern die ersten achtunggebietenden Gegner. Durch die Kriegszüge dieser Völkerschaften in das linksrheinische Gebiet bekamen die Römer erst eine Ahnung davon, welche kriegstüchtige Nation östlich von ihren Reichsgrenzen hauste. Erst nach langen Kriegs- und Eroberungszügen in das rechtsrheinische Germanien gelang es ihnen, die deutschen Stämme zu unterjochen.

 

Hamborn in der fränkischen Zeit

200

Vom dritten Jahrhundert an war das Land zwischen Ruhr und Lippe im Besitze der Franken, die sich aus Usipetern, Trenkterern, Sigambrern und ändern Stämmen zusammensetzten. In diese Zeit reichen die Anfänge der Bildung von Privateigentum am Grundbesitz und der Bildung des Grundadels. Auch der Oberhof (curtis) Hamborn mit dem gleichnamigen Rittergut verdankte den Franken seine Entstehung. Da der Herr von Hamborn Besitzer mehrerer solcher Güter war, wurde der Oberhof unter Leitung eines Meiers von den Grundhörigen bestellt. Die zugehörigen Unterhöfe in Alsum, Beeck, Wittfeld, Schmidthorst, Fahrn, Aldenrade wurden an einzelne Markgenossen in Pacht gegeben.

 

Erste christliche Kapelle auf dem Oberhof Hamborn

500

Diese schrecklichen Zeitverhältnisse mögen nicht wenig dazu beigetragen haben, den christlichen Sendboten aus fernen Landen die Heilsarbeit unter den deutschen Heiden zu erleichtern. Doch erst durch die Bekehrung des Frankenkönigs Chlodwig (486 n. Chr.) gewann das Christentum allgemeinere Verbreitung unter den Franken.  Dem Beispiele des Königs folgte der Adel, dieser wiederum sorgte für weitere Ausbreitung der christlichen Lehre unter dem Volke, was zunächst große Schwierigkeiten bot.

 

Ermordete Missionare in der Emscher

690

Als Missionare, welche im Emschertal unter den alten Bewohnern unserer Gemeinde wirkten, nennt uns die Geschichte in erster Linie die beiden Brüder Ewald aus England, dann aber auch den nachmaligen Bischof Suitbert, welcher 690 zusammen mit dem Apostel der Friesen Willibrord ebenfalls aus England gekommen war und das Land zwischen Ruhr und Lippe zu seinem Wirkungskreis erwählte.

 

Bonmannshof in der Bauernschaft Schmidthorst

850

Etwa um das Jahr 850 kann in der Bauernschaft Schmidthorst der Bonmannshof als schon bestehend angenommen werden

 

Normannen an der Emscher

884

Schon unter Kaiser Karl dem Großen (768—814) war die politische Verwaltung des Frankenreichs neu organisiert worden. Die erblichen Herzöge und Grafen wurden abgeschafft und dafür Gaugrafen auf Lebenszeit ernannt und als Führer im Kriege und Richter über Eigentum, Freiheit, Leben und Tod im Frieden für jeden Gau bestellt.  Dem Gaugrafen war ein Schultheiß mit vierzehn Schöffen zum Gerichte beigegeben. Darunter standen Landrichter (grafiones) mit sieben Schöffen. Landrichter für Hamborn war der Graf von Dinslaken. Über allen stand der königliche Sendgraf (camerae nuntii) später erblicher Pfalzgraf, (comites palatii) welcher für den Ruhrgau in Duisburg seinen Sitz hatte.

 

Teilung von Hamborn und Beeck

947

Erst unter den sächsischen Kaisern zeigt sich uns wieder ein Aufblühen des Landes. Bis zur Zeit Otto L (936—973) war der Oberhof Hamborn der Sitz der unteren Verwaltung und Gerichtsbarkeit der ganzen Markgenossenschaft. Im 10. Jahrhundert trennten sich die Unterhöfe Beeck, Alsum, Bruckhausen und Marxloh von der Markgenossenschaft Hamborn ab und bildeten zusammen einen eigenen Verband. Dem Hofe Beeck, welcher inzwischen einen eigenen adeligen Grundherrn erhalten hatte, wurde die Verwaltungs- und Gerichtsbarkeit dieses neuen Bezirks übertragen und hiernach Beeck selbst im Jahre 947 zum Oberhof erhoben. Von nun an stellten Hamborn und Beeck zwei selbständige politische und kirchliche Gemeinden dar.



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