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| Dichterviertel Hamborn1900Das Dichterviertel - so benannt, weil bis auf ganz wenige Ausnahmen die Straßen in ihm Namen deutscher Dichter tragen - wurde von Thyssen für seine Bergarbeiter in der Zeit von 1900 - 1914 - etwa 10 % noch bis 1924 - gebaut. Wurde vor 1900 noch 1 /2geschossig gebaut und später wohl noch für Vorarbeiter und Steiger, so baute Thyssen nach 1900 im Dichterviertel vornehmlich 2 1/2geschossige wuchtige Mietkasernen auf für damalige Verhältnisse engem Raum. Noch bis zum Beginn des 1. Weltkrieges waren die alten Koloniestraßen nicht kanalisiert. Feste Straßendecken und Bürgersteige gab es selbstverständlich nicht. Zeitgenossen schreiben "...wuchtige rußgeschwärzte, jeglicher archetektonischen Feinheit oder Lebhaftigkeit bare, melan-cholisch stimmende Mietkasernen ... ; im Sonnenlicht erscheint dieser Riesensteinblock fast wie eine Totenstadt, in der der unbarmherzige Lichtstrahl nur auf Elend trifft ..." oder "Die Häuserblocks schließen einen öden Hofram ein, auf dem nichts Grünes die Monotonie des Graus bedeckt". | |
| Duisburg-Hamborn19351935 bildete Hamborn für eine kurze Zeit gemeinsam mit der Stadt Duisburg die Stadt Duisburg-Hamborn:
Duisburg-Hamborn ist die älteste Stadt des Rheins, die nicht auf eine römische Gründung zurückgeht. Wenn die Stadt trotzdem nicht mit großer Geschichte und gewaltigen Denkmälern ihrer Vergangenheit aufwarten kann, so liegt das an einem seltenen Mißgeschick, das sie in ihrer besten Entwicklung traf. Im Jahre 1270 veränderte der Rhein urplötzlich seinen Laut und rückte Duisburg vom Strom ab, der die Grundlage für ihren wirtschaftlichen Aufstieg bildete. | |