Josef Rodzinski

Josef Rodzinski (* 29. August 1907; † Dezember 1984) (Fördermaschinist) absolvierte als Angehöriger des SV Hamborn 07 im Jahre 1936 drei Länderspiele für Deutschland. Zu weiteren Einsätzen kam der Mittelfeldspieler aber nicht mehr. Im Zweiten Weltkrieg musste ihm ein Bein amputiert werden.

Hugo Rosendahl

Hugo Rosendahl wurde am 28. Dezember 1884 in Sterkrade geboren und starb am 23. April 1964 in Essen. Der Jurist und Politiker.war in den Weltkriegsjahren 1915 und 1916 Erster Beigeordneter der Stadt Sterkrade und 1920 für ein Jahr Bürgermeister in Andernach. Von 1921 bis zur Eingemeindung nach Duisburg war er Oberbürgermeister der Stadt Hamborn, anschliessend von 1931 und 1933 Bürgermeister von Koblenz.

Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten arbeitete er in Essen als Rechtsanwalt. Nach der Befreiung wurde er eben dort von den amerikanischen Truppen am 20. Mai 1945 zum Oberbürgermeister ernannt. Von 1946-1950 war er Stadtdirektor in Essen.

Hermann Runge

Hermann Runge wurde am 28. 10. 1902 im Konradsthal geboren. Von 1917 bis 1920 hatte er Schlosser gelernt. Diesen Beruf übte er dann von 1920 bis 1931 aus. 1919 schloß er sich der Sozialistischen Arbeiter-Jugend (SAJ) und dem Deutschen Metallarbeiter-Verband (DMV) an. Ein Jahr später, 1920, trat Hermann Runge in die SPD ein. Im Jahre 1922 wurde er Kreisleiter der Sozialistischen Arbeiter-Jugend (SAJ) für den Kreis Moers. Diese Funktion behielt er bis 1929. Von 1924 bis 1929 war er darüber hinaus auch Schriftführer der SPD im Kreis Moers. Von 1931 bis 1933 war er Leiter der Moerser SPD und Parteisekretär. Die Tätigkeit im Gemeinderat und Kreistag ergänzten seine Parteiarbeit.

Nach dem Ende seiner offiziellen Tätigkeit als Parteisekretär war er über ein Jahr lang arbeitslos bis er durch die Vermittlung von Hanna Niederhellmann Brotfahrer in der Brotfabrik Germania wurde. Dort wurde er der Kopf des Widerstandskreises um die Brotfabrik. Er war Initiator, Organisator und Motor des Kreises zugleich. Er wollte sich mit der Naziherrschaft nicht abfinden. Im November 1932 nahm er in Berlin an einer Besprechung des Parteivorstandes teil. Bei dieser Besprechung wurde ein Vorschlag des Parteivorsitzenden Otto Wels angenommen. Um die dunklen Machenschaften der Nationalsozialisten zu enthüllen, sollten kleine „Pioniergruppen“ gebildet werden. Her-mann Runge griff darauf hin mit selbstgefertigten Flugblättern Nazis wegen Verfehlungen heftig an. Mit einigen Genossen verteilte er die Flugblätter in den Wohngebieten.

Er wollte seine Partei präsent halten. Das war für ihn auch das Motiv, von Anfang an nach Wegen für den Aufbau einer illegalen Parteiarbeit zu suchen.Am 24. Juni 1935 wurde Hermann Runge von der Gestapo verhaftet und zum Verhör in die berüchtigte Steinwache nach Dortmund gebracht und wochenlang gequält. Der Volksgerichtshof verurteilte ihn zu 9 Jahren Zuchthaus. Es wurden beinahe 10 Jahre.

Nach dem Krieg baute Hermann Runge seine Partei wieder an erster Stelle auf. Er wurde Mitglied des Parlamentarischen Rates und somit einer der würdigen Väter des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland. Anschließend war er noch viele Jahre Bundestagsabgeordneter. Anfang der achtziger Jahre starb Hermann Runge in Düsseldorf-Lohausen, wo er die letzten Jahre seines Lebens verbrachte.