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Ermordete Missionare in der Emscher

690

Chronik Duisburg-Hamborn Hamborner Chronik

Als Missionare, welche im Emschertal unter den alten Bewohnern unserer Gemeinde wirkten, nennt uns die Geschichte in erster Linie die beiden Brüder Ewald aus England, dann aber auch den nachmaligen Bischof Suitbert, welcher 690 zusammen mit dem Apostel der Friesen Willibrord ebenfalls aus England gekommen war und das Land zwischen Ruhr und Lippe zu seinem Wirkungskreis erwählte.

Diese Glaubensboten hatten unter der heidnischen deutschen Bevölkerung schwere Leiden und oft grausame Verfolgungen zu bestehen. So wurden auch die beiden Missionare Ewald auf einer Missionsreise an der Emscher von heidnischen Sachsen verfolgt und ermordet. Ihre Leichname warfen die Mörder in ,den Fluß. Aus dem Umstand, daß die Leichen von den Emscherwellen bis zur Mündung in den Rhein getragen und hier gelandet worden sind, ist zu schließen, daß jene grausige Mordtat unweit Hamborns und nicht, wie von anderer Seite angenommen wurde, bei Aplerbeck, in der Nähe von Dortmund, geschehen ist. ( Scheiermann : S. 34)

Der Königliche Hausmeier, Pippin von Heristall, der Vater Kaiser Karl des Großen, ließ die Leichname der heiligen Märtyrer nach ihrer Landung bei Alsum am Rhein nach Köln bringen und dort in der Kunibertikirche beisetzen. ( Eicker & Holdschmidt : S. 38)
Die Kirche in Duisburg-Laar, eine Tochterkirche Hamborns, jenseits (links) vom Emscherflusse besitzt mehrere Reliquien dieser Heiligen und verehrt letztere als Patrone.

Aus der ursprünglichen Hauskapelle des Herrn von Hamborn entstand bald eine christliche Taufkirche mit dem hl. Johannes als Kirchenpatron. Das Siegel des Hofgerichts Hamborn zeigt daher den hl. Johannes den Täufer in halber Figur über dem gespaltenen Schild, darin rechts das clevische, links das märkische Wappen. Die Umschrift lautet: "SIGILLUM HAMBUREN". In den ersten Jahrhunderten ihres Bestehens wurde in der Hamborner Kirche (die hl. Taufe durch die Bischöfe selbst vollzogen und zwar gelegentlich ihrer jährlichen Besuche an den Vorabenden vor Ostern oder vor Pfingsten.

Hier fanden sich auch die Katechumenen der Umgegend zum Empfange des hl. Sakraments ein. Nach und nach wurde die Taufkirche auch zu anderen gottesdienstlichen Handlungen bestimmt, sie kam schließlich unter die Leitung eines eigenen Vorstehers oder Pfarrers. Die Gemeinde — das Volk, welches um die Kirche wohnte oder zu ihr hielt — nannte man Pfarre (Parochi) und ihren Bezirk Kirchspiel. Der Grundherr besaß das Pratonat, das die unmittelbare Beaufsichtigung und die Sorge für Erhaltung und Verteidigung der Kirche in sich schloß. Leider enthalten selbst die ältesten Urkunden, hier wie anderwärts, nichts genaueres über die erste Hamborner Pfarrkirche, sie setzen vielmehr ihr Dasein voraus. ( Scheiermann : S. 40 u. 41)

aus: Festschrift zur Feier der Erhebung Hamborns zur Stadt vom 1. April 1911. Bearbeitet und herausgegeben von der Gemeinde-Verwaltung. Gedruckt in Hamborn - Marxloh , Druck und Verlag der Buch- und Kunstdruckerei BARCK & MAY GmbH, 1911

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