|
| Margarete Hänelermordet in Ravensbrück 1945 Margarete Hänel wurde 1902 in Hamborn geboren, dort schon vor 1933 gegen den aufkommenden Nationalsozialismus aktiv, 1942/43 am illegalen Neuaufbau der KPD in Moers beteiligt, Kontakt zur Schaltzentrale des Widerstandes an Rhein und Ruhr in Du-Neudorf.
| |
| Beugehaft gegen Widerstandskämpferin Martha Hadinsky 1960Mittwoch, 07. Dezember 1960Brief von Elfriede Kruse bezüglich der Haftstrafe ihrer Schwester Martha Hadinsky Duisburg, den 7. Dezember 1960, Heckenstraße 40
In der Angelegenheit meiner Schwester Martha Hadinsky erlaube ich mir, Ihre Aufmerksamkeit auf einige Vorgänge zu lenken, die bedauerlicherweise heute mehr oder weniger unter Ausschluß der Öffentlichkeit stattfinden. Meine Schwester wurde vom Landgericht Dortmund am 27. August 1959 zu 14 Monaten Gefängnis verurteilt. Was hat sie getan? Als Kommunistin hat sie es für ihre sittliche und moralische Pflicht gehalten, gegen die atomare Aufrüstung, gegen die Fortsetzung des kalten Krieges und für eine weltweite Abrüstung und Verständigung einzutreten. Mit dieser ihrer Meinung befindet sie sich in bester Gesellschaft. Bekanntlicherweise richteten Professoren und führende Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens Proteste und Appelle an die Bevölkerung. ehaft | | | Gertrud LemnitzWiderstandskämpferin aus Hamborn Gertrud Lemnitz wurde 1912 als Gertrud Pusch geboren. Von 1930-33 war sie Sekretärin der KPD Duisburg-Hamborn, ab März 1933 aktiv im antifaschistischen Widerstand des Jugendverbandes KJVD. Dort war sie zuständig für Kassierung, Teilnahme an getarnten Zeltlagern, konspirativen Treffs, Gefangenenhilfe und illegale Schreibarbeiten. Von September bis November 1933 war sie in Gestapohaft, danach ging sie erneut in den Widerstand.
| | | Herta Brünen-NiederhellmannWiderstandskampferin aus RuhrortHerta Niederhellmann wuchs mit ihren Schwester Else und Johanna und drei Brüdern in einem bürgerlich-christlichen Elternhaus auf. Else war SAP orientiert, die Brüder aktive Nationalsozialisten. Herta, Büroangestellte bei der Stadt Duisburg und Mitglied der SAJ/SPD/AWO trat mit ihrem Freund Eberhard Brünen, Dreher und Vorsitzender der SAJ, 1931 der neugegründeten SAP Duisburg bei. 1933 kündigte ihr die Stadt aus politischen Gründen. Die Gestapo nahm sie nach „Fluchthilfe" für ihren Verlobten in Geiselhaft und schleppte sie ins KZ Brauweiler. Erneut ging sie in den Untergrund: | | | Johanna NiederhellmannWiderstandskämpferin in DuisburgJohanna Niederhellmann, geboren am 6. Februar 1891 und gestorben am 18. April 1956, war Lehrerin an der Freien Schule in Duisburg-Beeck. Sie war Mitglied der deutschen Friedensgesellschaft, der Liga für Menschenrechte. der Gewerkschaft und der SPD. Ihr Engagement für Frauenrechte machten die SPD-Referentin für Frauenfragen über die Grenzen Duisburgs hinaus bekannt | |